Druckstellen, Schwielen und Hühneraugen am Fuß

Unsere Füße sind tagtäglich großen Belastungen ausgesetzt. Langes Gehen und Stehen, häufig in zu engen Schuhen, führt nicht selten zu unangenehmen Druckstellen, Schwielen und Hühneraugen am Fuß. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wie Sie Hühneraugen an den Füßen schnell wieder loswerden und wie Sie ihrer Entstehung effektiv vorbeugen können.

Was sind Hühneraugen am Fuß?

Bei Hühneraugen an den Füßen handelt es sich um kleine, runde Verhornungen. Meist beträgt ihr Durchmesser etwa einen halben bis einen Zentimeter. Die punktförmige, glasige Mitte ist von einem erhabenen, gelblich-beigen Hornhautwulst umgeben. Dieses Aussehen erinnert an das Auge eines Vogels, daher die Bezeichnung Hühnerauge, teils auch Elstern- oder Krähenauge. Die medizinische Bezeichnung Clavus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Nagel“, was auf den schmerzhaften Dorn anspielt, der sich in der Mitte des Hühnerauges bildet und tief in die Haut hineinreichen kann.

Wie entstehen Hühneraugen am Fuß?

Ein Hühnerauge am Fuß oder den Fußzehen bildet sich, wenn die Haut punktuell über längere Zeit starkem Druck ausgesetzt ist. Zunächst bildet sich an der betroffenen Hautstelle eine verdickte Hornschicht, eine sogenannte Schwiele. Anhaltender Druck führt dazu, dass sich die Hautzellen mehr als üblich teilen. Durch die vermehrte Bildung von Keratin verdickt die Haut an der betroffenen Stelle. Bei dieser Reaktion handelt es sich eigentlich um einen Schutzmechanismus der Haut.

Wird immer wieder Druck auf die Schwiele ausgeübt, kann sich aus der Druckstelle am Fuß mit der Zeit ein schmerzhaftes Hühnerauge entwickeln. Verhornt die Haut an der entsprechenden Hautstelle unter Druck weiter, wächst die Hornmasse allmählich keilförmig in das Hautgewebe hinein. Dieser Dorn kann bis in tiefe Hautschichten reichen, wo zahlreiche Nerven verlaufen. So werden besonders bei Belastung starke Schmerzen durch Hühneraugen am Fuß ausgelöst.

Häufig bilden sich Hühneraugen unterm Fuß, an den Fußsohlen. Aber auch Hühneraugen an den Fußzehen oder zwischen den Zehen sind keine Seltenheit.

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Ursachen von Hühneraugen am Fuß

Häufig sind Fußfehlstellungen wie ein Schiefstand des großen Zehs (Hallux valgus), Hammerzehen oder auch Senk- und Spreizfüße die Ursache von Druckstellen, Schwielen und Hühneraugen an den Füßen. Aufgrund der Deformation werden die Füße an bestimmten Stellen ungewöhnlich stark belastet. Stehen etwa Zehen falsch, drücken sie permanent gegeneinander oder gegen die Schuhe und es entstehen Hühneraugen zwischen den Zehen.

Neben Fehlstellungen der Füße sind die falschen Schuhe die häufigste Ursache von Hühneraugen. Sind Schuhe beispielsweise im Zehenbereich sehr eng und üben Druck aus, können Schwielen und Hühneraugen an den Zehen die Folge sein.

Zu lange Fußnägel sorgen ebenfalls häufig für Druckstellen an den benachbarten Zehen oder drücken diese gegen den Schuh. Letztlich begünstigt auch sehr trockene Haut die Entstehung von Schwielen und Hühneraugen.

Hühneraugen an den Füßen von Warzen unterscheiden

Hühneraugen am Fuß werden häufig mit bestimmten Warzenarten verwechselt, die an den Fußsohlen auftreten können. Besonders Dornwarzen sind für Laien mitunter schwer von Hühneraugen zu unterscheiden, da sie ebenfalls rund und von einer gelblichen Hornschicht bedeckt sind. Außerdem können die Dornwarzen, ebenso wie Hühneraugen, tief in das Fußgewebe hineinreichen und bei Belastung starke Schmerzen auslösen.

Bei Warzen fehlt jedoch die für Hühneraugen typische glasige Mitte. Stattdessen weisen sie häufig kleine, dunkle Punkte auf.

Im Zweifelsfall sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen. Schließlich sind Warzen, die durch humane Papillomviren (HPV) ausgelöst werden, ansteckend. Untersuchungen von Gewebeproben können dann genauen Aufschluss geben.

Die richtige Behandlung von Hühneraugen

Der erste Schritt zur erfolgreichen Behandlung eines Hühnerauges am Fuß besteht darin, den auslösenden Druckreiz abzustellen. Darüber hinaus stehen einige Mittel zur Verfügung, mit denen Sie lästige Hühneraugen schnell wieder loswerden.

Hühneraugen am Fuß selbst behandeln

Vor allem kleine, flache Hühneraugen an den Füßen können in der Regel in Eigenregie behandelt werden. Häufig verschwinden sie sogar von allein wieder, wenn kein Druck mehr auf die entsprechende Stelle ausgeübt wird. Wurde die Druckstelle durch zu enge, schlechtsitzende Schuhe verursacht, sollten diese unbedingt gegen weiter geschnittenes, passendes Schuhwerk ausgetauscht werden. Mit Hilfsmitteln wie speziellen Hühneraugenpflastern, Schaumstoff- und Silikonpolstern kann die Druckstelle am Fuß zusätzlich entlastet werden.

Zur Behandlung von Hühneraugen am Fuß gehen Sie am besten wie folgt vor:

  1. Zunächst sollten Sie ein Fußbad machen, um die verhornte Hautstelle aufzuweichen. Verwenden Sie hierzu zum Beispiel das efasit Vital Fußbad.
  2. Im nächsten Schritt kann die Hornschicht mit einem Bimsstein oder einer Feile abgetragen werden. Seien Sie dabei besonders vorsichtig und vermeiden Sie Verletzungen, da diese Infektionen nach sich ziehen können. Wiederholen Sie die Behandlung lieber mehrmals, bis das Hühnerauge am Fuß komplett verschwunden ist.
  3. Ein im Anschluss aufgetragener, pflegender Fußschaum sorgt dafür, dass die Haut wieder weich und geschmeidig wird und Hühneraugen an den Füßen der Vergangenheit angehören. Besonders empfehlenswert sind Schäume mit feuchtigkeitsspendender Urea, wie efasit Fuß Schaum Trockene Haut mit 10% Urea oder efasit Fuß Schaum Hornhaut mit 15 % Urea.

Wann sollte man bei Hühneraugen einen Arzt aufsuchen?

Bringt die Selbstbehandlung keinen Erfolg oder reicht das Hühnerauge am Fuß bereits bis in tiefe Hautschichten und ist sehr schmerzhaft, sollten Sie besser einen Spezialisten aufsuchen.

Menschen mit Diabetes sollten an ihren Füßen generell nicht selbst Hand anlegen. Aufgrund von Nervenschädigungen spüren sie Verletzungen infolge der Behandlung der Hühneraugen an den Füßen häufig nicht und leiden in der Folge an schlecht heilenden, infizierten Wunden. Sie sollten regelmäßig zu einer medizinischen Fußpflege gehen und Hühneraugen ärztlich professionell behandeln lassen.

Leiden Sie immer wieder unter Hühneraugen an den Füßen, ist möglicherweise eine Fußfehlstellung der Grund. In diesem Fall sollten Sie einen Orthopäden aufsuchen, der Ihre Füße untersucht und Ihnen gegebenenfalls korrigierende Schuheinlagen verschreibt, die durch die Druckentlastung Hühneraugen an den Füßen vorbeugen.

Hühneraugen am Fuß vorbeugen

Vorsorge ist das beste Mittel gegen Druckstellen, Schwielen und schmerzhafte Hühneraugen an den Füßen. Damit solche Probleme gar nicht erst entstehen, sollten Sie einige Punkte beachten:

  • Tragen Sie bequeme Schuhe, die Ihren Zehen genug Bewegungsspielraum lassen.
  • Wechseln Sie Ihre Schuhe regelmäßig, damit Ihre Füße nicht immer an den gleichen Stellen belastet werden.
  • Halten Sie Ihre Fußnägel kurz, um Druckstellen an den benachbarten Zehen zu vermeiden.
  • Pflegen Sie Ihre Füße regelmäßig, zum Beispiel mit efasit Reichhaltige Hirschtalg Creme oder efasit Hornhaut und Schrunden Salbe, um die Haut geschmeidig zu halten und der Bildung von Druckstellen und Schwielen vorzubeugen.
  • Holen Sie bei Fußfehlstellungen ärztlichen Rat ein und lassen Sie sich gegebenenfalls korrigierende Einlagen verschreiben, um Druckstellen vorzubeugen.

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